ZIRS
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Luftbildaufnahme von landwirtschaftlich genutztem Feld © istock/golero
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Das Zentrum für Interdisziplinäre Regionalstudien (ZIRS) ist eine Forschungseinrichtung der Martin-Luther-Universität zur Förderung und Vernetzung regionalwissenschaftlicher Kompetenzen und zur Leitung interdisziplinärer Forschungsprojekte.

Aktuelles

Epistemologische Metaphern: Lektürekolloquium des Arbeitsbereichs Systemische Erziehungwissenschaft

Schon von der Postmoderne und dem Poststrukturalismus sind für Probleme der Gegenwart grundlegende Strukturen des „Denkens der Moderne“ ausgemacht worden. In den Blick rückten etwa die „Aneignungslogik des Subjekts“, die „westliche Rationalität“, „Machbarkeitsphantasien“, die „Figur des Menschen“ oder der „koloniale Blick“ usw. Die Debatten um das Anthropozän in den letzten Jahren weisen eine ähnliche grundlegende Problematisierung menschlichen Denkens auf, neu ist jedoch, dass dies von einer sehr viel breiteren interdisziplinären Wissensbasis aus erfolgt, in der die Natur- und Geowissenschaften eine zentrale Rolle spielen. Neu ist auch, dass damit zum Projekt, „anders zu Denken“, eine geopolitische Begründung hinzu tritt.

Den Möglichkeitsbedingungen des Projekts, „anders zu Denken“ möchten wir uns im Kolloquium anhand der Untersuchung epistemologischer Metaphern widmen. Solche Metaphern bringen grundlegende Weisen, die Gegenstände der Erkenntnis zu strukturieren mit hervor. Bekannt wurde Guattari/Deleuzes Vorschlag, nicht von der Metapher des Baums, sondern vom Rhizom, dem Geflecht der Pilze her zu denken. In den Debatten um das Anthropozän werden weit mehr solche metaphorischer Transformationsangebote lanciert. Mit diesen möchten wir uns im diessemestrigen Lektürekolloquium beschäftigen.

Hnweise zu den einzelnen Terminen finden Sie im Bereich Veranstaltungen.

Ergebnisse der Sommerschule „Post-Carbon Futures“ veröffentlicht

Im September 2021 fand in Halle die vom ZIRS mitorganisierte und vom Deutschen Akademischen Austauschdienst finanzierte internationale Sommerschule „Post-Carbon Futures. Cities, Industries and Energies in Central Europe“ statt. Zwanzig nationale und internationale MA- und PhD-Studierende sowie Dozierende aus Estland, Litauen, Schottland, England, Wales und Deutschland beschäftigten sich eine Woche lang mit den Themen Energiewende, Industrielandschaften und post-fossilen Zukünften. Die Ergebnisse der Sommerschule – Essays, Fotos und Interviews mit den Dozierenden – sind nun auf der Konferenz-Website veröffentlicht.

Podcast zum islamischen Stiftungswesen

Dr. Stefan Knost erklärt im Podcast ‘Das Gewebe der Städte’ islamisches Stiftungswesen.

Ostrom Workshop zu Commons in Post-Communist Countries

Prof. Insa Theesfeld sprach an der Indiana University Bloomington während des Ostrom Workshops über “Pseudo-Commons in Post-Communist Countries”. Das Video dazu ist jetzt online.

Vertretungsprofessur

Dr. Stefan Knost, Mitarbeiter im Projekt ‘Die Reisen des Botanikers Carl Haussknecht (1838-1903) in das Osmanische Reich und nach Persien (1865 und 1866-1869) – Die kommentierte digitale Edition seiner Tagebücher’ übernimmt im Wintersemester 2020/21 und Sommersemester 2021 die Vertretung der Professur Islamwissenschaft Arabisch an der Universität Heidelberg. Die Projektlaufzeit verlängert sich entsprechend.