Zentrum für Interdisziplinäre Regionalstudien (ZIRS) der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Das „Zentrum für Interdisziplinäre Regionalstudien“ (ZIRS) bildet eine Dachorganisation für diejenigen Institutionen und Personen der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg sowie benachbarter außeruniversitärer Forschungseinrichtungen, die im Bereich der „Regionalstudien“ bzw. „Area Studies“ forschen.

Eine Hauptaufgabe des ZIRS, das 2009 aus dem „Orientwissenschaftlichen Zentrum“ hervorging, besteht darin, die verschiedenen regionalen Expertisen in Halle mit ihren unterschiedlichen disziplinären Anbindungen wie etwa an die Geschichts-, Altertums-, Sprach-, Sozial-, Politik-, Geo-, und Kulturwissenschaften zu bündeln und in den akademischen Austausch miteinander zu bringen. Dabei gilt es – nach wie vor auf der Basis fundierter Regionalexpertisen – auch, transregionale Thematiken und Fragestellungen zu identifizieren, zu entwickeln und gemeinsam zu bearbeiten. Des Weiteren ist es ein wichtiges Anliegen des Zentrums, durch seine Arbeit nicht nur transregionale Synergien unter den einzelnen Regionalstudien zu erreichen, sondern verstärkt auch Rückkoppelungseffekte zwischen den Regionalstudien und den unterschiedlichen systematischen Disziplinen zu erzielen und diese interdisziplinär nutzbar zu machen. Ziel ist es so, gemeinsame regionalbezogene und transregionale Forschungsaktivitäten unter übergreifenden thematischen, theoretischen und methodischen Fragestellungen zu initiieren und zu fördern. Regionalstudien interdisziplinär zu betreiben, stellt somit auch und vor allem eine methodische Herausforderung dar, von der nicht nur die „kleinen“ Fächer profitieren.

Neben den sich konkret in der Forschung niederschlagenden Aufgaben und Impulsen organisiert das ZIRS regelmäßig Vorträge, Gastvorlesungen und Symposien mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus dem In- und Ausland. Im Sinne der Neuorientierung des Zentrums wurde 2012 die vom Direktorium herausgegebene Reihe Schriften des ZIRS begründet, die die mit mehr als 30 Heften erfolgreichen Orientwissenschaftlichen Hefte in einem erweiterten regionalen Kontext und mit Blick auf die angesprochenen methodischen Aufgaben fortsetzt.