Publikationen

Orientwissenschaftliche Hefte 33/2014

Mitteilungen des Sonderforschungsbereichs Differenz und Integration 15:
C. Schubert, R. Kath, A. Kuhnert

Geteilte Räume
Die Römische Raumordnung und ihre Bedeutung für den Kontakt zwischen Nomaden und Sesshaften in Nordafrika

ISSN 1617-2469
VIII + 96 Seiten, 31 Abb.
Preis: 10,00 EUR
Die digitale Version in der MENAdoc-Sammlung

Die römische Bodenordnung schlug sich nicht nur in Inschriften nieder, sondern führte auch zu einer tiefen Prägung der Landschaft, die im römischen Nordafrika noch heute nachweisbar ist. Gerade in Nordafrika lässt sich zeigen, dass Besitz und Bewirtschaftung von Land nicht nur Roms Gesetzgebung in spezieller Weise prägten, sondern sich auch die Nomaden den sesshaften, römischen Verhältnissen flexibel anpassten. Der vorliegende Band beschreibt einen Sedentarisierungsprozess, der nie ein vollständiger gewesen ist, sondern sich auf ausgewählte geographische Kontaktflächen und bestimmte Zeitphasen konzentrierte. Zugleich zeigt er einen der seltenen Fälle, in denen sich Raum- und Weltwahrnehmung der sesshaften Römer und der nicht-sesshaften einheimischen Bevölkerung begegneten und ganz offensichtlich beeinflusst haben.

Inhalt
Vorwort VII
I. Einleitung 1
II. Antike Raumvorstellungen und Mental Maps 5
III. Einteilung und Begrenzung des Raumes – Rituelle Orientierungssysteme und pragmatische Rationalität: Das Beispiel Rom 9
IV. Die römische Raumordnung: Die Bedeutung der Centuriationen als Ausdruck einer römischen Konzeption der Raumerschließung 19
  1. Die Anfänge: Scamnation und Centuriation 19
  2. Centuriation und Expansion: Die Poebene 30
  3. Centuriationen auf dem Gebiet des ager Campanus 49
V. Die römische Raumordnung in Nordafrika: Geteilte Räume 59
VI. Zusammenfassung 79
Abbildungsnachweis 81
Abkürzungen 83
Literaturverzeichnis 85
Die Autorinnen 95

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aktualisiert am 11.11.2014, 13:31 Uhr