Netzwerk Cultural Heritage

Im Wintersemester 2011/12 wurde das Netzwerk Cultural Heritage an der Martin-Luther-Universität begründet. Angedockt an zwei Forschungszentren (ZIRS sowie das Europäische Romanik Zentrum e.V.) werden hier bestehende Schwerpunkte und Expertisen sowie laufende wie auch geplante Projekte gebündelt.
Das Netzwerk befasst sich eng mit dem vom Forschungsprofil der Universität fokussierten Thema „Kulturelles Erbe”, welches sowohl in seiner Engfassung als Bauerbe als auch in einer weiteren Konzeption verstanden wird: als etwas Neues, das seine Bedeutung, Funktion und Wirksamkeit im Hier und Jetzt besitzt bzw. entfaltet, sich aber dadurch auszeichnet, dass es Bezug nimmt auf Altes und Vergangenes, das entweder imaginiert wird oder tatsächlich existiert (hat) oder, zumeist, eine Kombination von historischen Gegebenheiten und gegenwartsbezogenen Imaginationen darstellt. In dieser dialektischen Interdependenz von Neu und Alt konstituiert das Phänomen „Kulturerbe” ein Forschungsfeld, das in besonderer Weise dazu geeignet ist, gegenwartsbezogene und historische Wissenschaften zu Kooperationen und gemeinsamen interdisziplinären Forschungen zu verbinden.
Am Netzwerk sind bis jetzt die Fächer Archäologie, Architektur, Ethnologie, Germanistik, Geschichte, Indogermanistik, Jura, Kunstgeschichte, Medienwissenschaften, Soziologie sowie evangelische und katholische Theologie beteiligt.

Die Sprecher des Netzwerks sind Prof. Dr. Burkhard Schnepel (Ethnologie, ZIRS-Direktor, ) und Prof. Dr. Wolfgang Schenkluhn (Kunstgeschichte, ).

Die Leitgedanken des Netzwerkes „Cultural Heritage Studies” – Grundlegendes und Thesen.